90 Jahre Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach eG

11.11.2015

Die Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach feierte Mitte November runden Geburtstag: 90 Jahre Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach eG.

Begonnen hat die Geschichte der Genossenschaftsbank in einer Zeit, in der die Bevölkerung mit Arbeitslosigkeit und Knappheit zu kämpfen hatte. Das Ende des 1. Weltkriegs lag nur wenige Jahre zurück und die erste Währungsreform war gerade einmal zwei Jahre her. Am 01. Februar 1925 versammelten sich 47 Bürger im Gasthaus Heider in Niederwinzer und gründeten den damaligen „Spar- und Darlehenskassenverein Winzer“. Jeder Beitretende verpflichtete sich, mit seinem gesamten Vermögen zu haften. Diese selbstschuldnerische Haftung bewirkte natürlich, dass sich einerseits jeder genau überlegte, ob er diesen Schritt in die Genossenschaft tat, und auf der anderen Seite war es dem ehrenamtlichen Vorstand und Aufsichtsrat ein zwingendes Anliegen, nur solventen und beleumundeten Mitgliedern den Zutritt zu ermöglichen. Die Gründung des „Spar- und Darlehenskassenvereins Winzer“ war innerhalb der ersten Jahre rundweg von Erfolg gekrönt und so hieß es im Revisionsbericht des Jahres 1928: „Die Entwicklung des Vereins ist eine durchaus gesunde“. In den folgenden Jahren wendete sich jedoch das Blatt des Vereins: man hatte mit der wachsenden Inflation zu kämpfen und letztendlich kamen die Geschäfte zum erliegen. Entscheidend für den Fortbestand der Genossenschaftsbank war dann das Jahr 1960. Im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung stimmten die Mitglieder für die Weiterführung der Geschäfte. Mit der Anmietung eines Gebäudes am Neupfarrplatz, der ehemaligen Thurn und Taxis Bank, verlagerte die Genossenschaftsbank 1987 ihren Hauptsitz und leitete von da an ihre Geschäfte von der Regensburger Innenstadt aus. 1998 vergrößerte sich die Genossenschaft durch die Fusion der Raiffeisenbank Pettenreuth-Wenzenbach erfolgreich zur Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach eG.

Die Vorstände der Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach Günther Schorp (1. v. l.) und Florian Mann (1. v. r.) mit den glücklichen Spendenempfängern bei der 90-Jahr-Feier.

Heute umfasst die Raiffeisenbank 10 Geschäftsstellen in Stadt und Land, beschäftigt 118 Mitarbeiter sowie 9 Auszubildende und hat knapp 13.000 Mitglieder und gute 27.000 Kunden. Trotz des gesunden Wachstums der Genossenschaftsbank innerhalb der letzten 90 Jahre hat sich der Grundgedanke jedoch nicht geändert - was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele! Die Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach ist eine Genossenschaftsbank und damit ihren Kunden und Mitgliedern verpflichtet -  und das aus Überzeugung. Der Antrieb der Kunden und Mitglieder steht dabei im Vordergrund und das soll auch mit dem Slogan „Jeder Mensch hat etwas, das ihn antriebt.  - Wir machen den Weg frei.“ vermittelt werden. „Unser wichtigstes Kapital ist Vertrauen. Das kann man nicht erkaufen. Wir sind uns dessen bewusst und müssen es uns jeden Tag erarbeiten“ unterstreicht Vorstand Günther Schorp in seiner Bilanz zum neunzigsten Geburtstag der Bank.

Zur Feier des 90-jährigen Jubiläums lud die Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach Mitte November in den großen Festsaal des Kolpinghauses. Vorstand Günther Schorp eröffnete den Abend mit einem kurzen Abriss über die Geschichte der Genossenschaftsbank und zog positive Bilanz: „Wir sind diese Strecke schnell gegangen, auch mit Fehltritten, denn, nur wer auf der Stelle tritt, tritt nie daneben“. Entscheidend sei, dass die Aufgaben in Summe und Qualität gut erfüllt worden seien. Für den  Festvortrag, der die aktuellen Entwicklungen im Bankenbereich thematisierte, gab sich Dr. Jürgen Gros, Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), die Ehre. Grußworte kamen von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, der wie Vorstand Florian Mann das großzügige soziale Engagement der Bank hervorhob und somit die Wichtigkeit einer Genossenschaftsbank für die Region betonte. Denn die Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach zählt seit Jahren zu ihren Aufgaben, Vereine und gemeinnützige Institutionen in der Region zu unterstützen. Dies zeigte sich auch beim Höhepunkt der Feierlichkeit, zu dem die Bank sich großzügig zeigte und eine Spende in Höhe von 90.000 Euro an etliche Vertreter sozialer und karitativer Einrichtungen aus Stadt und Land vergab. Stellvertretend für alle Spendenempfänger stellten Ursula Geier von der Lebenshilfe Regensburg sowie Pentlings Bürgermeisterin Barbara Wilhelm ihre Projekte, die mit Hilfe der Spenden realisiert werden konnten, vor und bedankten sich sehr herzlich für die entgegengebrachte Unterstützung. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom „Duo dal vivo“.